Domains

Domain registrieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Domain ist die Adresse Ihrer Firmenwebsite und Ihrer E-Mails. So registrieren Sie die richtige Domain – und sorgen dafür, dass sie Ihnen dauerhaft gehört.

Gründer tippt an einem Stehtisch im Coworking-Space, daneben ein Notizbuch mit Ideen für den Domainnamen

Bevor eine Firmenwebsite online gehen kann, braucht sie eine Adresse: die Domain. Sie steht auf Visitenkarten, Rechnungen und Fahrzeugen, sie steckt in jeder E-Mail-Adresse und wird im Idealfall über viele Jahre genutzt. Wer eine Domain registrieren möchte, trifft also eine Entscheidung mit langer Wirkung.

Die gute Nachricht: Eine Domain zu registrieren dauert nur wenige Minuten. Entscheidend sind die Überlegungen davor und die Einstellungen danach. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Domainregistrierung – vom Namen über die Domain-Endung und den Anbieter bis zum DNS und zur langfristigen Absicherung.

Was ist eine Domain?

Eine Domain ist ein leicht merkbarer Name, der auf technische Adressen im Internet verweist. Sie besteht aus zwei Teilen:

  • dem Namen, zum Beispiel „mustermann-bau“,
  • der Domain-Endung (Top-Level-Domain), zum Beispiel „.de“, „.com“ oder „.eu“.

Hinter den Kulissen übersetzt das DNS (Domain Name System) diesen Namen in die IP-Adresse des Servers, auf dem Ihre Website liegt, und in die Adresse des Servers, der Ihre E-Mails empfängt.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Domain und Hosting: Die Domain ist die Adresse, das Hosting der Ort, an dem die Website gespeichert ist. Was beim Hosting zählt, erklärt unser Webhosting-Ratgeber für Unternehmen.

Schritt 1: Den passenden Namen finden

Ein guter Domainname ist:

  • kurz und gut zu merken – Testen Sie, ob man ihn am Telefon ohne Buchstabieren versteht.
  • nah am Firmennamen oder an der Marke, damit Kunden ihn erraten können.
  • ohne Umlaute, oder Sie registrieren zusätzlich die Variante mit „ae“, „oe“ und „ue“. Umlautdomains sind zwar möglich, werden aber nicht überall zuverlässig dargestellt.
  • ohne verwirrende Bindestriche und Zahlen, sofern sie nicht Teil der Marke sind.
  • rechtlich unbedenklich: Prüfen Sie, ob der Name Marken- oder Namensrechte Dritter verletzt.

Beispiel

Ein Malerbetrieb heißt „Malerwerkstatt Müller & Söhne GmbH“. Die naheliegende Domain „malerwerkstatt-mueller-und-soehne.de“ ist lang und fehleranfällig. Besser sind kurze Varianten wie „maler-mueller.de“ oder „mueller-malt.de“. Der Betrieb registriert die Hauptdomain und zusätzlich die Variante mit Umlaut, die per Weiterleitung auf die Hauptdomain zeigt.

Schritt 2: Die richtige Domain-Endung wählen

Domain-EndungGeeignet fürHinweis
.deUnternehmen mit Kunden in DeutschlandBekannt und vertrauenswürdig; verwaltet von der DENIC
.comInternational tätige UnternehmenOft schon vergeben, global verständlich
.euUnternehmen mit Fokus auf die EUInhaber muss in der EU oder im EWR ansässig sein
.at, .ch, .pt, .com.brEigene LänderversionenFür Kunden im jeweiligen Land
Neue Endungen (.shop, .online …)Ergänzende Projekte und KampagnenWeniger bekannt; als Hauptdomain abwägen

Für ein Unternehmen, das vor allem in Deutschland tätig ist, ist .de meist die erste Wahl. Wer mehrere Länder bedient, kann für jedes Land eine eigene Domain-Endung nutzen und die Versionen mit hreflang verbinden – wie das funktioniert, zeigt unser Beitrag zu Domains, Sprachen und SEO für internationale Websites.

Schritt 3: Verfügbarkeit prüfen

Bei jedem Anbieter können Sie in Sekunden prüfen, ob die Wunschdomain noch frei ist. Ist sie vergeben, lohnt ein Blick auf die bestehende Website: Wird die Domain aktiv genutzt, oder ist sie nur geparkt? Manche Inhaber verkaufen ungenutzte Domains. Prüfen Sie aber kritisch, ob sich der Preis lohnt oder ob eine Alternative genauso gut funktioniert.

Schritt 4: Den Anbieter wählen

Sie registrieren eine Domain nicht direkt bei der Vergabestelle, sondern über einen Anbieter (Registrar oder Hosting-Anbieter). Achten Sie auf:

  • transparente Preise für das erste Jahr und für die Verlängerung,
  • eine einfache DNS-Verwaltung, in der Sie Einträge selbst ändern können,
  • die Möglichkeit, die Domain jederzeit mit Auth-Code umzuziehen,
  • Zwei-Faktor-Anmeldung für Ihr Kundenkonto,
  • Support, der bei Problemen schnell erreichbar ist.

Schritt 5: Die Domain auf Ihr Unternehmen registrieren

Dieser Schritt wird am häufigsten unterschätzt. Inhaber der Domain sollte immer Ihr Unternehmen sein – nicht die Agentur, nicht ein Mitarbeiter und nicht der Geschäftsführer privat. Nur der Inhaber kann die Domain im Streitfall zurückfordern, umziehen oder kündigen.

Hinterlegen Sie außerdem eine E-Mail-Adresse, die dauerhaft gelesen wird, zum Beispiel eine Funktionsadresse statt eines persönlichen Postfachs. An diese Adresse gehen wichtige Hinweise zur Verlängerung oder zum Umzug.

Schritt 6: DNS einrichten

Nach der Domainregistrierung legen Sie fest, wohin die Domain zeigt. Die wichtigsten DNS-Einträge:

DNS-EintragFunktion
A / AAAAVerweist die Domain auf die IP-Adresse des Webservers
CNAMELeitet einen Namen auf einen anderen um, etwa www auf die Hauptdomain
MXBestimmt, welcher Server Ihre E-Mails empfängt
TXT (SPF, DKIM, DMARC)Bestätigt, welche Server in Ihrem Namen E-Mails senden dürfen

Fehler im DNS führen dazu, dass Website oder E-Mails nicht erreichbar sind. Ändern Sie Einträge deshalb mit Bedacht und notieren Sie den vorherigen Stand.

Schritt 7: Weiterleitungen und Varianten

Viele Unternehmen registrieren mehrere Domains: Tippfehler-Varianten, Umlaut-Versionen oder weitere Domain-Endungen. Diese sollten nicht dieselbe Website parallel ausliefern, sondern per 301-Weiterleitung auf die Hauptdomain zeigen. So bündeln Sie Links und Rankings an einer Adresse und vermeiden doppelte Inhalte.

Schritt 8: Domain langfristig absichern

  • Automatische Verlängerung aktivieren und gültige Zahlungsdaten hinterlegen.
  • Zugangsdaten dokumentieren, sodass mehrere berechtigte Personen Zugriff haben.
  • Inhaberdaten aktuell halten, besonders nach Umfirmierung oder Umzug.
  • Domain-Sperre (Transfer-Lock) aktivieren, wenn der Anbieter sie anbietet.

Domain und Markenrecht

Eine freie Domain bedeutet nicht automatisch, dass Sie den Namen auch nutzen dürfen. Verletzt Ihre Domain eine eingetragene Marke oder ein Namensrecht, kann der Rechteinhaber Unterlassung verlangen – und im schlimmsten Fall müssen Sie die Domain aufgeben, nachdem Sie bereits Visitenkarten, Fahrzeugbeschriftung und Website darauf ausgerichtet haben. Prüfen Sie deshalb vor der Domainregistrierung:

  • ob der Name als Marke eingetragen ist, etwa im Register des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) oder bei der EU,
  • ob ein Unternehmen mit sehr ähnlichem Namen in Ihrer Branche tätig ist,
  • ob Sie Ihren eigenen Namen als Marke schützen lassen sollten.

Im Zweifel lohnt sich eine kurze rechtliche Beratung – sie ist deutlich günstiger als ein späterer Rechtsstreit.

Subdomains sinnvoll nutzen

Mit einer registrierten Domain können Sie beliebig viele Subdomains anlegen, ohne zusätzliche Kosten bei der Vergabestelle. Typische Beispiele sind „shop.ihre-firma.de“ für einen Onlineshop, „kunden.ihre-firma.de“ für ein Kundenportal oder „news.ihre-firma.de“ für den Newsletter-Versand. Subdomains werden über das DNS eingerichtet und können auf andere Server zeigen als die Hauptdomain. Für die Firmenwebsite selbst und den Blog empfehlen sich dagegen Unterverzeichnisse wie „/blog“, weil Suchmaschinen die Inhalte dann der Hauptdomain zuordnen.

Typische Fehler bei der Domainregistrierung

  • Die Agentur als Inhaber eintragen lassen: Endet die Zusammenarbeit, wird die Domain zum Verhandlungsgegenstand.
  • Eine private E-Mail-Adresse als Kontakt hinterlegen: Verlässt die Person das Unternehmen, gehen Hinweise zur Verlängerung ins Leere.
  • Nur auf den Einstiegspreis achten: Manche Anbieter verlangen bei der Verlängerung ein Vielfaches.
  • Varianten parallel als eigene Websites betreiben: Das erzeugt doppelte Inhalte und verteilt Rankings.
  • DNS-Änderungen ohne Dokumentation: Ein gelöschter MX-Eintrag legt den E-Mail-Empfang lahm.

Checkliste Domainregistrierung

SchrittErledigt?
Name kurz, merkbar und rechtlich geprüft☐
Passende Domain-Endung gewählt☐
Anbieter mit fairer Verlängerung und DNS-Verwaltung☐
Unternehmen als Inhaber eingetragen☐
Funktions-E-Mail-Adresse als Kontakt hinterlegt☐
DNS für Website und E-Mail eingerichtet☐
Varianten per 301 auf die Hauptdomain weitergeleitet☐
Automatische Verlängerung aktiv☐

Die Domain als Basis für E-Mail und Website

Mit der eigenen Domain erhalten Sie nicht nur eine Adresse für die Firmenwebsite, sondern auch professionelle E-Mail-Adressen wie info@ihre-firma.de. Sobald die Domain registriert ist, lassen sich Postfächer einrichten und mit SPF, DKIM und DMARC absichern. Mehr dazu auf unserer Seite zu E-Mail mit eigener Domain. Für die Website selbst brauchen Sie dann noch ein passendes Webhosting.

Der richtige Zeitpunkt: Domain registrieren bei der Gründung

Wer ein Unternehmen gründet, sollte die Domain so früh wie möglich sichern – am besten, sobald der Firmenname feststeht und bevor er öffentlich kommuniziert wird. Sonst kann es passieren, dass jemand die passende Domain registriert, nachdem der Name im Handelsregister, auf Social Media oder in der Presse aufgetaucht ist. Prüfen Sie bei der Namenssuche deshalb von Anfang an drei Dinge gemeinsam: ob der Name rechtlich frei ist, ob die Domain mit der gewünschten Endung verfügbar ist und ob passende Profile in sozialen Netzwerken noch frei sind. Ein einheitlicher Auftritt mit gleichem Namen auf Firmenwebsite, E-Mail-Adresse und Social Media macht es Kunden leichter, Sie zu finden und wiederzuerkennen.

Domain umziehen

Sind Sie mit Ihrem bisherigen Anbieter unzufrieden, können Sie die Domain umziehen. Dafür benötigen Sie einen Auth-Code (Autorisierungscode) des bisherigen Anbieters. Planen Sie den Umzug so, dass die DNS-Einträge beim neuen Anbieter vorher identisch angelegt sind – dann bleiben Website und E-Mails während des Wechsels erreichbar.

Häufige Fragen zum Domain registrieren

Wie lange dauert es, eine Domain zu registrieren?

Die Registrierung selbst dauert meist nur wenige Minuten. Bis neue DNS-Einträge überall bekannt sind, können einige Stunden vergehen.

Kann ich eine Domain auch ohne Website registrieren?

Ja. Viele Unternehmen sichern sich ihre Wunschdomain frühzeitig, etwa vor einer Gründung oder einem Produktstart, und richten die Firmenwebsite später ein.

Darf ich eine .de-Domain als ausländisches Unternehmen registrieren?

Ja, für .de-Domains ist kein Sitz in Deutschland erforderlich. Für die DENIC muss dann aber eine zustellungsfähige Anschrift angegeben werden; im Zweifel klärt das Ihr Anbieter.

Was kostet eine Domain?

Die Kosten hängen von der Domain-Endung und vom Anbieter ab. Gängige Endungen wie .de kosten in der Regel nur einen kleinen Betrag pro Jahr; achten Sie auf den Preis der Verlängerung.

Soll ich mehrere Domain-Endungen registrieren?

Für die wichtigsten Endungen und naheliegende Schreibweisen lohnt es sich oft, um Missbrauch zu verhindern. Alle Varianten sollten auf die Hauptdomain weiterleiten.

Was passiert mit der Domain, wenn ich den Anbieter kündige?

Die Domain gehört dem eingetragenen Inhaber. Kündigen Sie den Vertrag, ohne die Domain vorher umzuziehen, kann sie gelöscht werden. Beantragen Sie deshalb zuerst den Auth-Code und ziehen Sie die Domain zum neuen Anbieter um.

Fazit

Eine Domain zu registrieren ist schnell erledigt – sie richtig auszuwählen, auf das Unternehmen einzutragen und dauerhaft abzusichern, macht den Unterschied. Bei Balmer Systeme übernehmen wir die Domainregistrierung, die DNS-Einrichtung, die E-Mail-Einträge und die Verlängerungen für Sie. Schreiben Sie uns Ihre Wunschdomain – wir prüfen die Verfügbarkeit und schlagen Alternativen vor.

← Zurück zum Blog

Brauchen Sie Unterstützung?

Wir setzen das, was Sie hier lesen, gern für Sie um.